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Austria Trend Hotel

Das Gebäude wurde im Jahr 1980 als Hotel mit 54 Zimmer, zwei Büroräumen, Nebenräumen und einer zweigeschossigen Tiefgarage mit 55 Stellplätzen errichtet. Das zweite dahinter befindliche Gebäude in der Graf Starhemberggasse 25, wurde einige Jahre später als Bürogebäude errichtet. 2007 bzw. 2009 wurden im Erdgeschoß bauliche Änderungen vorgenommen und ein ebenerdiger Zubau zur Erweiterung des Restaurant- und Frühstücksbereiches ergänzt. Das Bürogebäude wurde zu einem Hotelgebäude mit 62 Zimmern umgebaut und mit einem Verbindungsgang zum Hotel in der Favoritenstraße ergänzt. Insgesamt wurden in der Tiefgarage 30 zusätzliche Stellplätze geschaffen. Grundlage für die technische Due Diligence waren übliche Unterlagen, Besprechungen, Begehungen sowie eine Einsichtnahme in den Behördenakt. Überprüft wurden die wesentlichen Bau- und Anlagenteile, ohne mechanische Eingriffe und Probeläufe. Die Due Diligence durch Vasko+Partner, unter der Leitung von Christian Steininger, überzeugte den Käufer und neuen Eigentümer, vertreten durch Julia Maichanitsch, den Hoteltrakt an der Favoritenstraße vorerst umfassend thermisch zu sanieren. Vasko+Partner wurde mit der thermischen Sanierung, der ÖBA, dem Vorentwurf bis zur Detailplanung, gemeinsam mit Architekt Muxel wie auch mit der Kostenkontrolle beauftragt.

Das Gebäude liegt in einer Schutzzone. Die Nachbarbauten sind wesentlich älter. Die Erdgeschoßzonen waren unterschiedlich strukturiert und teilweise sehr lebhaft gestaltet. Die dominante Fassade wurde zurück genommen, wodurch sich das Gebäude nun besser in seine teilweise historische Umgebung einfügt. Gemeinsam mit Architekt Muxel wurden verschiedene Fassadentypen erarbeitet – „und eine Auflösung der Erker vorgeschlagen.“ Dies gelang den Planern durch die Idee einer „gefalteten“ Vollwärmeschutzfassade. „Durch die Faltung entstehen unterschiedliche vertikale Linien und somit ein leicht unrhythmisches Bild, welches durch die Sonneneinstrahlung und Schattenwirkung eine konstante Veränderung für den Betrachter bewirkt“, erklärt Johann Muxel. Im Bereich der Hoffassade wurde eine ebenflächige Vollwärmeschutzfassade, mit einer maximalen Dämmstärke von 16 Zentimeter angebracht. Die undichten Fenster wurden ersetzt, inklusive den Schallschutz-Anforderungen laut OIB 5. Die stark gegliederte Erdgeschosszone mit teilweiser Natursteinverkleidung wurde abgebrochen und durch eine ebenflächige Alu-Glas-Portalverglasung ersetzt. Bei der Garageneinfahrt wurde das Rolltor an die Baulinie versetzt, wodurch bestehende Angsträume aufgehoben werden konnten.

Client MFG Beteiligungs GmbH
Architecture Johann Muxel